Behandlung von Patienten mit chronischer Prostatitis

Blasenentzündung: Therapie ohne Antibiotika - Visite - NDR

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Etwa neun von zehn Betroffenen leiden an der abakteriellen Form oder einer Prostatodynie. Die akute bakterielle Prostatitis setzt abrupt ein mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Rückenschmerzen und perinealen Schmerzen sowie Beschwerden beim Wasserlassen.

Das Prostatasekret enthält reichlich Leukozyten und fettbeladene Makrophagen. Bei ambulanten Patienten dominiert E.

Um einen chronischen Verlauf zu verhindern, wird eine Behandlungsdauer von 30 Tagen empfohlen. Die Patienten sollen viel trinken und Bettruhe einhalten.

Sie erhalten bei Bedarf schmerzstillende und fiebersenkende Mittel sowie Medikamente zur Erweichung des Stuhls. Bei Harnverhalt ist die transurethrale Katheterisierung zu vermeiden. Statt dessen wird eine suprapubische Ableitung angelegt.

Die chronische Infektion kann aber auch asymptomatisch verlaufen. Fieber ist nicht zu erwarten, der rektale Tastbefund uncharakteristisch. Sie ist zeitaufwendig und für den Patienten unangenehm. Der erste Spontanurin, der Mittelstrahlurin, das Prostatasekret und der Urin nach Behandlung von Patienten mit chronischer Prostatitis werden untersucht. Bei bakterieller Prostatitis übersteigen die Keimzahlen im Prostatasekret und im Exprimatharn die im Mittelstrahlurin um mindestens eine Zehnerpotenz.

In der Praxis begnügt man sich heute mit der Untersuchung des Prostataexprimats auf Bakterien und Leukozyten. Als auslösender Keim lässt sich am häufigsten E. Welche Bedeutung die derzeit intensiv diskutierten atypischen Erreger wie Mykoplasmen, Ureaplasma urealyticum und Chlamydien für die Erkrankung haben, ist umstritten. Die Prostata lässt sich, solange die Steine bestehen, kaum sanieren. Bessere Ergebnisse sollen sich durch längere Therapie erzielen lassen. Um von Heilung sprechen zu können, wird eine Rezidivfreiheit von mindestens sechs Monaten gefordert.

Bei häufigen Rückfällen, z. Auch bei gelungener bakteriologischer Sanierung bleiben die Beschwerden gelegentlich Behandlung von Patienten mit chronischer Prostatitis, wahrscheinlich ausgelöst durch Urinrückfluss in die Prostata. Als ultima ratio kann eine Prostatektomie erforderlich werden. Behandlung von Patienten mit chronischer Prostatitis Beschwerden bei abakterieller Prostatitis sind denen der chronisch bakteriellen Form so ähnlich, dass sie hiervon nur schwer abzugrenzen ist.

Die Ursache des entzündlichen Krankheitsbildes ist ungeklärt. Hinweise auf rezidivierende Harnwegsinfekte in der Vorgeschichte fehlen. Mehr als 10 Leukozyten pro Zählfeld im Prostatasekret gelten als diagnosesichernd. Ein Keimnachweis gelingt nicht. Auch hier ist die Bedeutung von Chlamydien, Ureaplasmen und Mykoplasmen umstritten. Belege für eine entscheidende Rolle in der Ätiologie fehlen. Möglicherweise trägt ein innerprostatischer Urinrückfluss zur Entzündung bei, indirekte Hinweise hierauf gibt die Zusammensetzung der Prostatasteine.

Dies kann die Differentialdiagnose zum Prostatakarzinom erschweren und gelegentlich operative Eingriffe nach sich ziehen, ohne dass ein Karzinom vorliegt. Die unklare Ätiologie der abakteriellen Prostatitis spiegelt sich in den Therapieempfehlungen wider. Die Wirksamkeit dieses im klinischen Alltag gebräuchlichen Verfahrens ist nicht durch Studien belegt. Bleibt innerhalb von 14 Tagen eine Befundverbesserung aus, ist es sinnlos, die Therapie fortzuführen.

Nicht steroidale Antirheumatika verschaffen etwa drei von vier Behandlung von Patienten mit chronischer Prostatitis zumindest vorübergehend Linderung. Rezidive sind häufig. Wir finden keine kontrollierten Studien, die einen Nutzen belegen.

Transurethral angewendete Mikrowellen-Hyperthermie lindert in einer Untersuchung mit 20 Patienten Beschwerden besser als eine Plazeboanwendung. Ob objektive Entzündungszeichen wie die Leukozytenzahl beeinflusst werden, bleibt offen. Mit zunehmender Beobachtungszeit wird der Unterschied zu Plazebo kleiner. Manchmal kann eine Prostatamassage hilfreich sein. Verstärken scharf gewürzte Speisen, Kaffee oder Alkohol die Beschwerden, sind sie zu meiden.

Die Prostatodynie oder das vegetative Urogenitalsyndrom wird dem Krankheitsbild der Prostatitis zugerechnet, obwohl es sich nicht um eine entzündliche Erkrankung handelt. Typischerweise sind Männer jugendlichen bis mittleren Alters betroffen, die auf Stress mit diesen Beschwerden reagieren.

Im Vordergrund stehen Schmerzen und obstruktive Behandlung von Patienten mit chronischer Prostatitis irritative Störungen beim Wasserlassen, die mit den Beschwerden bei Prostatahyperplasie vergleichbar sind. Urodynamische Untersuchungen weisen bei den meisten Betroffenen eine spastische Dysfunktion des Blasenhalses und des prostatischen Anteils der Harnröhre nach.

Therapie der Wahl für diese Patienten ist ein Alpharezeptorenblocker. Auch die Bedeutung von Spasmen der Beckenbodenmuskulatur als auslösende Ursache wird diskutiert. Hier könnte kurzfristig ein Benzodiazepin Linderung verschaffen. Die Entzündung der Vorsteherdrüse gehört dennoch zu den Stiefkindern des urologischen Interesses. Vergleichende Studien zur Absicherung einer rationalen Therapie fehlen.

Bei der chronisch bakteriellen Form ist trotz verlängerter Einnahme häufig mit Therapieversagen oder Rückfällen zu rechnen.

Die Ursachen der abakteriellen Prostatitis und der Prostatodynie sind ungeklärt. Häufig propagierte Phytopharmaka bleiben ohne nachgewiesenen Nutzen. Diese Publikation ist urheberrechtlich geschützt. Unabhängig informiert ohne Einfluss der Pharmaindustrie.

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