Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs

Prostatakrebs: OP ja oder nein?

Melkoatsinarnaya Prostatakarzinom Gleason

Doch es gibt auch schwere Verläufe. Dank der Entwicklung neuer Medikamente sind die Betroffenen inzwischen gut neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs. Ihre Behandlung erfolgt risikoadaptiert und stadiengerecht.

Grafik 1: Querschnitt durch den männlichen Unterleib. Wenn der Tumor in neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs fortgeschrittenen Krankheitsstadium nicht mehr auf einen Androgenentzug anspricht, hatten die Patienten noch vor wenigen Jahren eine besonders schlechte Prognose.

Jürgen Breul vom Loretto Krankenhaus, Freiburg, auf dem Heute stehen für diese Patientengruppe gleich mehrere Therapieoptionen zur Verfügung. Dazu gehören das Zytostatikum Docetaxel sowie Arzneistoffe, die in den letzten fünf Jahren neu zugelassen wurden. Ihre Einführung hat die Gesamtüberlebenszeit deutlich verlängert und die Lebensqualität der Männer verbessert.

Bislang gibt es jedoch noch keine verbindliche Empfehlung, unter welchen Bedingungen sie in welcher Reihenfolge einzusetzen sind. Das Prostatakarzinom ist mit 65 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Mannes 1. Bei der Diagnosestellung sind sie im Durchschnitt neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs Jahre alt.

Im Frühstadium verspüren die Betroffenen meist keine Symptome. Erst später treten Miktionsstörungen mit kleinen Harnmengen und Schmerzen beim Wasserlassen auf. Auch nächtlicher Harndrang und ein schwacher Harnstrahl durch Obstruktion können auf ein PCa hinweisen. Erektionsstörungen und Blut im Urin sind weitere mögliche Symptome. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Metastasen, vor allem in den Lymphknoten und den Knochen.

Knochenschmerzen und Knochenbrüche sind mögliche gravierende Folgen. Autopsiestudien zeigen zudem, dass latente Karzinome weit verbreitet sind. Je nach Alter wird bei einem bis zwei Dritteln der verstorbenen Männer ein Prostatakarzinom gefunden, das zu Lebzeiten keine klinische Symptomatik gezeigt hat. Bei jährigen Verstorbenen liegt die Nachweishäufigkeit bei bis zu 85 Prozent 2. Doch es gibt auch schnell wachsende, aggressive Tumore.

So sterben in Deutschland jährlich etwa 12 Männer an einem Prostatakarzinom 1. Bislang sind nur wenige Risikofaktoren für die Entwicklung dieses Tumors bekannt. Dazu gehören ein höheres Lebensalter und eine erbliche Veranlagung. Ist ein Verwandter ersten Grades betroffen, verdoppelt sich das Risiko; sind mehrere Verwandte ersten Grades erkrankt, ist das Risiko um das 5- bis Fache erhöht 3. Externe Faktoren spielen möglicherweise als Treiber der Erkrankung eine wichtige Rolle.

Vermutet wird, dass dafür neue Ernährungsgewohnheiten mitverantwortlich sind. Mit seiner Hilfe können auch Tumore entdeckt werden, die noch nicht tastbar sind. Die endgültige Diagnose eines bösartigen Prostatatumors ermöglicht erst eine Biopsie. Danach erfolgt eine Risikoeinschätzung, denn nicht alle betroffenen Männer müssen mit einer Einschränkung ihrer Lebenserwartung oder Lebensqualität rechnen 4.

In einem frühen Krankheitsstadium mit lokal begrenztem, prognostisch günstigen PCa ist die aktive Überwachung die schonendste Strategie. Erst bei einem nachgewiesenen Progress des Tumors erfolgt eine operative oder strahlentherapeutische Behandlung. Ziel ist die Heilung des Mannes. Laut der S3-Leitlinie Prostatakarzinom ist eine kurativ intendierte Intervention auch dann zu bevorzugen, wenn Patienten von einer frühzeitigen Behandlung besonders profitieren 4.

Letztere wird auch als Seed-Implantation bezeichnet, da dabei kleine radioaktive Quellen Seeds mit Jod oder Palladium dauerhaft in die Prostata eingebracht werden. Ein anderes Tumormanagement empfehlen die Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs der Leitlinie für Patienten mit einer günstigen Tumorprognose, deren Lebenserwartung aufgrund des Alters und ihrer Komorbidität voraussichtlich weniger als zehn Jahren beträgt.

Ihnen soll statt einer kurativen Therapie eine langfristige Beobachtung angeboten werden. Das sogenannte Watchful Waiting beinhaltet, falls erforderlich, eine symptomorientierte Therapie. In Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs leiden derzeit rund 52 Männer an einem metastasierten Prostatakarzinom. In diesem Stadium ist eine Heilung nicht mehr möglich 4. Vor allem das Hormon Testosteron beziehungsweise sein Metabolit Dihydrotestosteron treiben das Tumorwachstum und die Metastasierung voran.

Beim Mann wird es im Hypothalamus des Gehirns etwa alle Minuten pulsatil freigesetzt. Aber auch zur Behandlung von lokalen, prognostisch ungünstigen oder lokal fortgeschrittenen Tumoren empfiehlt die Leitlinie eine ADT. Innerhalb von drei bis vier Wochen ab Therapiebeginn sinkt der Testosteronspiegel auf Kastrationsniveau.

In der Folge sinkt die testikuläre Testosteronproduktion, nicht aber die in den Nebennieren. Knochenschmerzen, neurologische Ausfallerscheinungen, erschwertes Urinieren, Nierenversagen und kardiovaskuläre Todesfälle aufgrund von Thrombosen können die Folge sein 3.

Zu den Nebenwirkungen gehören vor allem kardiovaskuläre Risiken. Sie sind weniger wirksam als GnRH-Analoga und -Antagonisten, beeinträchtigen das sexuelle Interesse und die körperliche Leistungsfähigkeit jedoch weniger. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Gewichtsschwankungen, Depressionen, Kopfschmerzen und Schwindel.

Grafik 2: Therapieverlauf bei einem Mann mit kastrationsresistentem Prostatakarzinom reales Beispiel. Aus der Kurve ist ablesbar, wann der Patient nicht mehr auf die Therapie ansprach. Antiandrogene haben verschiedene Anwendungsgebiete. In höherer Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs ist etwa Bicalutamid zugelassen zur Behandlung von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom und hohem Progressionsrisiko alleine oder adjuvant zu radikaler Prostatektomie oder Strahlentherapie.

Für eine begrenzte Zeit kann die chirurgische oder chemische Androgendeprivation ein Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Das bedeutet, dass der Tumor trotz der Hormonblockade weiterwächst. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Wirkmechanismen können sie nacheinander eingesetzt werden. Dadurch kann das Gesamtüberleben auf bis zu fünf Jahren verlängert werden. In der Diskussion ist derzeit, welche Substanz zuerst und welche Substanzen in welcher Reihenfolge danach einzusetzen sind.

Cabazitaxel ist dabei eine Ausnahme. Aufgrund der Zulassung und möglicher Nebenwirkungen wird das Taxan in der Regel als Letztes appliziert. Das Zytostatikum aus der Gruppe der Taxane wirkt über eine gesteigerte Polymerisation von Tubulin zu stabilen Mikrotubuli.

Dadurch kommt es zu einer abnormen Spindelbildung während der Mitose. Wichtig zu wissen: Die Docetaxel-Infusionslösung ist übersättigt und kann daher mit der Zeit auskristallisieren, wenn sie nicht sofort verwendet wird. Wenn Kristalle sichtbar werden, darf die Lösung nicht mehr verwendet werden.

Abirateronacetat ist ein oral verfügbarer Hormonantagonist. In Kombination mit Prednison oder Prednisolon ist er — nach Versagen der Androgendeprivation — zugelassen zur Therapie des metastasierten CRPC vor einer Chemotherapie, wenn die Erkrankung asymptomatisch oder mild symptomatisch verläuft, sowie bei Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-Chemotherapie fortschreitet.

Im Gewebe kastrationsresistenter Tumore ist eine gesteigerte Aktivität neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs Enzyms Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs zu beobachten, das in Hoden und Nebennieren wesentlich an der Androgenbiosynthese beteiligt ist.

Anlass des Therapiewechsels war ein erheblicher klinischer Vorteil. So verlängerte die Prüfsubstanz das progressionsfreie Überleben von 8,3 auf 16,5 Monate 7. Die Patienten brauchten zudem signifikant später Opioide gegen neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs Schmerzen. Bei der Abgabe sollten Apotheker darauf hinweisen, dass der Patient die Tabletten auf einmal und nicht zusammen mit Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs einnimmt.

Das ebenfalls peroral bioverfügbare Enzalutamid ist ein starker Inhibitor des Androgenrezeptor-Signalwegs und blockiert mehrere Schritte in diesem Weg. Bei der Abgabe des Medikaments ist zu beachten, dass Enzalutamid die Bioverfügbarkeit zahlreicher Arzneimittel beeinflussen kann. In Bereichen mit hohem Knochenumsatz wird er selektiv in den Knochen eingelagert.

Vor allem in und um Knochenmetastasen bildet die radioaktive Substanz Komplexe mit dem Knochenmineral Hydroxylapatit.

Bislang ist das Potenzial der Therapien gegen das Prostatakarzinom nicht ausgereizt. So zeigten Studien, dass Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem PCa frühzeitig von einer Chemotherapie mit Docetaxel zusammen mit einer ADT profitieren 8. Enzalutamid könnte demnächst in der neoadjuvanten Therapie von Hochrisikopatienten mit lokalisierten Neue Medikamente bei der Behandlung von Prostatakrebs eine wichtige Rolle spielen.

Er erkennt Patienten, die nicht von der Therapie profitieren 9weil dieser Variante die Ligandenbindungsstelle fehlt und die Arzneistoffe somit wirkungslos bleiben. Gudrun Heyn ist als freie Wissenschaftsjournalistin in Berlin tätig und behandelt vor allem Themen aus Medizin und Pharmazie.

Nach ihrer journalistischen Ausbildung und Promotion hat sie in verschiedenen Forschungseinrichtungen, darunter am Kernforschungszentrum Karlsruhe und beim Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung gearbeitet. In Fachpublikationen veröffentlichte sie Ergebnisse eigener Forschungen. Neue Produkte. Meine PZ.

Weitere Angebote der PZ. Neue Therapien für Männer. Datenschutz bei der PZ. Histologisches Bild von Prostatakrebszellen Foto: Superbild. Von der Früherkennung zur Prognose. Prostata erkrankt? Probleme beim Wasserlassen können ein Hinweis sein.

Foto: Superbild. Modifiziert nach 9. RKI, Prostataerkrankungen. GBE Heft 36, Stand S3-Leitlinie Prostatakarzinom. Hager, B. Radiotherapy and Oncology, Voldoi: