Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS

Prostataerkrankungen: Ursachen und Behandlung

Ultraschall Prostatavolumen Standards

Strahlentherapie auch Radiotherapie ist die medizinische Anwendung von ionisierender Strahlung auf den Menschen und auf Tiere, um Krankheiten zu heilen oder deren Fortschreiten zu verzögern. Die Strahlung kann aus Geräten oder aus radioaktiven Präparaten stammen.

Als Strahlen werden vorwiegend GammastrahlungRöntgenstrahlung und Elektronenstrahlung verwendet. Strahlentherapie umfasst die Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen. Sie wird von Fachärzten für Radiologie oder für Strahlentherapie unter Mitwirkung von medizinisch-technischen Assistenten und spezialisierten Medizinphysikern ausgeübt.

Ihre Tätigkeit unterliegt der Strahlenschutzverordnung und nachgeordneten Normen. Der eigentlichen Therapie geht ein komplexer Planungsprozess — die Bestrahlungsplanung — voraus.

Elektronen haben fast die gleiche biologische Wirksamkeit wie die Photonen der Röntgenstrahlung, jedoch eine andere Tiefendosisverteilung im Gewebe. Sie eignen sich für oberflächliche Zielvolumina vor Risikoorganen, etwa für die Brustwand vor Herz und Lunge.

Das Dosismaximum einer Bestrahlung mit hochenergetischen Photonen oder Elektronen liegt nicht auf der Hautoberfläche, sondern einige Millimeter tiefer. Die Ursache dieses Dosisaufbaus ist, dass der eigentliche Dosisbeitrag überwiegend erst durch Sekundärelektronen stattfindet, die im durchstrahlten Material ausgelöst werden. So wird die Haut besser geschützt als bei Strahlung geringerer Energie.

Ist dies nicht erwünscht, etwa bei der Behandlung eines Hauttumorswird eine Schicht aus Plexiglas oder gewebeäquivalentem Weichplastik Bolusmaterial auf die Haut aufgelegt.

Optimal für den Beschuss tieferliegender Organe sind energiereiche Protonen, die das Gewebe davor kaum und dahinter nur minimal schädigen. Eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Strahlentherapie ist die vollständige Erfassung der Tumormasse mit möglichst wenig umgebendem Normalgewebe.

Früher wurden die Einstrahlrichtungen und Feldgrenzen nach klinischer Erfahrung mithilfe von Röntgenbildern festgelegt. Heute wird fast immer mithilfe einer Computertomographiegelegentlich nach Bildfusion mit MR- oder PET- Daten, ein dreidimensionales Modell der Bestrahlungsregion im Planungsrechner erstellt und für die Bestrahlungsplanung zugrundegelegt. Die Tumormasse und Risikoorgane werden meist manuell oder neuerdings auch halbautomatisch segmentiert.

Die Strahleigenschaften des Beschleunigers sind dem System aufgrund von aufwendigen Messreihen bekannt. Moderne Planungssysteme können umgekehrt aus einer gegebenen Dosisverteilung mögliche Feldanordnungen berechnen inverse Planung. Die vom Medizinphysiker berechnete und vom Arzt ausgewählte Feldanordnung wird auf den Patienten übertragen. Dies geschieht entweder an einer dem Bestrahlungsgerät ähnlich dimensionierten Röntgendurchleuchtungsanlage Therapiesimulatoroder neuerdings vermehrt am CT-Gerät.

Die Feldränder werden mit individuell gegossenen Bleiblöcken geformt, die für Photonen ca. Bei der echten Bestrahlung werden die Lagerung des Patienten und die Feldparameter aus der Simulation mithilfe von Lichtvisieren und Lasermarkierungen millimetergenau reproduziert.

Die Einstellungsgenauigkeit wird überprüft, indem ein Röntgenfilm oder ein elektronischer Bilddetektor; sog. Das so erzeugte Bild wird mit den Aufnahmen aus der Simulation verglichen Verifikation.

So kann die Position des bestrahlten Zielvolumens selbst auf dem Bestrahlungstisch nochmals überprüft und nötigenfalls korrigiert werden sog. Darum ist in manchen Beschleunigern zusätzlich eine Röntgendurchleuchtung integriert, mit der auch das Weichteilgewebe der Umgebung in der Deutlichkeit eines Röntgenbilds dargestellt werden kann. Moderne Geräte können auch Schnittbilder erzeugen, die sich direkt mit den CT-Bildern der Simulation vergleichen lassen.

Standardverfahren der Teletherapie ist heute die 3-dimensional konformale Strahlentherapiebei dem die zu behandelnde Körperregion in den Überschneidungsbereich der Achsen mehrerer Strahlen platziert wird, die aus unterschiedlichen Richtungen einwirken Isozentrumund durch individuell geformte Bleiblenden oder Anpassung der beschleunigerseitig vorhandenen Blenden des Multileafkollimators MLC der Zielkontur angepasst sind.

Die Felder können noch mit Keilfiltern moduliert werden, um unterschiedliche Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS Gewebsdicken auszugleichen. Wenn die Einstrahlrichtungen aller Teilfelder auf einer gemeinsamen Ebene liegen typischerweise eine Schnittebene quer zur Patientenlängsachsespricht man von koplanarersonst von non-koplanarer Planung. Moderne Behandlungspläne nutzen mehrere Volumendefinitionen Zielvolumen erster und zweiter Ordnungdie unterschiedlich intensiv bestrahlt werden.

Die wissenschaftliche Bezeichnung dafür ist Fluenzmodulation. Die IMRT erlaubt sehr kompliziert geformte, selbst konkav begrenzte Zielvolumina und eignet sich daher für Tumoren in unmittelbarer Nähe von sensiblen Risikoorganen. Eine IMRT ist sehr zeitaufwendig zu berechnen, auszuführen und zu kontrollieren. Beispielsweise ermöglichte die IMRT des Prostatakarzinoms aufgrund geringerer Nebenwirkungen eine Dosissteigerung, die wiederum die Heilungsrate verbesserte.

Die zungenförmigen Metallabsorber des MLCs können über Schrittmotoren bewegt werden, so dass fast jede Feldform ferngesteuert erzeugt werden kann. Die MLCs haben die früher verwendeten, schweren, individuell gegossenen Bleiabsorber weitgehend verdrängt. Bei der statischen IMRT werden aus jeder geplanten Einstrahlrichtung mehrere, unterschiedlich geformte Felder nacheinander abgestrahlt. Im Englischen wird der Begriff "step and shoot" gebraucht. Dieses Verfahren ist relativ langsam.

Hierbei wird das Strahlenfeld während der Rotation der Strahlenquelle um den Patienten moduliert; der Multileaf-Kollimator wird bei eingeschalteter Strahlung kontinuierlich angepasst. Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS der Feldform können auch Rotationsgeschwindigkeit, Kollimatorwinkel und Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS variiert werden.

Das Verfahren erlaubt einen hohen Modulierungsgrad der Strahlung. Als Tomotherapie wird ein radiologisches Verfahren bezeichnet, bei dem ähnlich wie in einem Computertomografen die Strahlen von allen Seiten auf die zu bestrahlende Stelle gerichtet werden können. Das Strahlenfeld ist sehr schmal und wird nur in seiner Länge variiert. Der Therapiestrahl wird auch als Fächerstrahl bezeichnet.

Neuroachse hat. Die mit der Bestrahlung von Tumorpatienten oft einhergehenden Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS sollen dadurch verringert werden.

Die Behandlungsmethode wurde erstmals klinisch eingesetzt. Die Wirkung der Bestrahlung beruht auf der Energieübertragung auf das durchstrahlte Gewebe in Streuprozessen. Dabei sind direkte Treffer an für das Zellwachstum wesentlichen Biomolekülen weniger bedeutsam als die Ionisierung von Wassermolekülen.

Die entstehenden freien Radikale sind hochtoxisch und reagieren chemisch mit Zellbestandteilen. Die daraus resultierenden Schäden an der Erbsubstanz der Tumorzellen, insbesondere DNA -Doppelstrangbrüche, sind für die zerstörende Wirkung verantwortlich. Schäden, die die Reparaturfähigkeit der Tumorzelle überschreiten, hindern sie an der Vermehrung Mitose oder bringen sie sogar unmittelbar zur Apoptose. Da zur Wirkung mehrere Treffer in enger räumlicher und zeitlicher Nähe eintreten müssen, ist die Dosis-Wirkungs-Beziehung einer beliebigen Gewebsreaktion immer sigmoid S-förmig mit zuerst langsamem, dann schnellerem Anstieg und zuletzt Sättigung.

Damit verringert sich die mit der gleichen Dosis abgetötete Zellzahl. Die maximal tolerierte Gesamtdosis des Normalgewebes ca. Die biologische Wirkung verschiedener Fraktionierungsschemata kann mit dem linearquadratischen Modell Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS werden.

Neutronenstrahlen haben keinen wesentlichen Fraktionierungseffekt, die Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS Dosis ist ebenso stark wirksam wie die einzeitig eingestrahlte.

Das liegt an ihrer sehr hohen Energieabgabe auf kurzer Laufstrecke; ein einziges Teilchen kann eine Vielzahl von Doppelstrangbrüchen innerhalb eines Zellkernes verursachen und damit die Reparaturkapazität der Zelle überschreiten.

Man hat versucht, Neutronenstrahlen gegen relativ strahlenunempfindliche Tumoren wie etwa der Prostata oder der Speicheldrüsen einzusetzen.

Geladene schwere Teilchen scheinen aber noch bessere physikalische Eigenschaften zu haben s. Das gilt vor allem für schnellwachsende Tumorarten, etwa Rachenkrebs.

Man kann die Gesamtbehandlungszeit verkürzen, indem man zwei oder sogar drei Fraktionen pro Tag einstrahlt Akzelerierung. Dies erhöht jedoch die Nebenwirkungen am Normalgewebe erheblich.

Strahlentherapie und Chemotherapie verstärken sich gegenseitig in der Wirkung. Viele potentiell heilbare Tumoren bei Patienten in gutem Allgemeinzustand werden deshalb mit beiden Verfahren Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS gleichzeitig oder sequentiell behandelt, was als Radiochemotherapie bezeichnet wird. Für Lungenkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs [4] [5] und Tumoren der Halsregion wurde nachgewiesen, dass die simultane Radiochemotherapie anderen Therapievarianten überlegen ist.

Allerdings sind die kombinierten Schemata auch mit stärkeren Nebenwirkungen belastet. Substanzen, die die Resistenz der Normalgewebe erhöhen sollen, nennt man Radioprotektoren.

Amifostin ist der erste und bisher einzige [6] zugelassene Radioprotektor. Schlecht durchblutete, sauerstoffarme Tumoren sind meist strahlenresistent. Umgekehrt kann man beobachten, dass solche Gewebe gegenüber therapeutischer Überwärmung besonders empfindlich sind. Die Kombination der Strahlentherapie mit Hyperthermie hat Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS theoretische Vorteile.

Kleinere Studien bestätigen bessere Heilungschancen bei verschiedenen Tumoren, zum Beispiel schwarzem HautkrebsSarkomenund rezidiviertem Gebärmutterhalskrebs. Die Daten sind jedoch noch unsicher, auch wegen der unübersichtlichen Vielfalt von Hyperthermietechniken, sodass die Methode noch keine allgemeine Anerkennung gefunden hat.

Will man eine extrem kurze Behandlungszeit und trotzdem abtötende Dosen am Tumor, so ist das in ausgewählten Fällen mit der Radiochirurgie Syn. Diese Methode ist praktisch nur bei kleineren Hirntumoren möglich. Der Kopf des Patienten wird während der Behandlung mit einem stereotaktischen Ring fest verschraubt. Neuere Geräte fixieren den Patienten schmerzfrei mit einer enganliegenden Maske.

Geeignete Spezialanlagen für die Radiochirurgie sind das Gamma-Knife und vollautomatisierte Linearbeschleuniger, die Industrierobotern ähneln, wie beispielsweise Cyberknife oder Novalis. Leider sind die Erwerbs- und Betriebskosten solcher Anlagen sehr viel höher als bei konventionellen Elektronen- Linearbeschleunigernbei denen der Elektronenstrahl oder die mit ihm erzeugte Röntgenstrahlung verwendet wird. In Essen wurden seit Mai rund 1.

Seit dem Frühjahr sind alle 4 Behandlungsräume in Betrieb. Drei Räume sind mit sogenannten Gantries ausgestattet, bei denen die Strahlführung um Grad gedreht werden kann, der vierte Behandlungsraum ist mit einer horizontalen Strahlführung Fixed-Beam-Line und einem Augentherapieplatz ausgerüstet. Zukünftig wollen die Ärzte dort bis zu 1. Dort können Patienten sowohl mit Protonen als auch Kohlenstoffionen in der Rasterscanning-Technik behandelt werden.

Das Zentrum in Kiel sollte seinen Betrieb aufnehmen. Oktober die ersten beiden Patienten mit Protonenstrahlen behandelt. Schwere elektrisch geladene Teilchen, d. Hoch-LET-Strahlung hat noch weitere biologische Vorteile: Sie wirkt auch bei schlecht durchbluteten, langsam wachsenden Tumoren, die sich gegenüber konventioneller Bestrahlung als sehr resistent erweisen. Dieser Effekt ist aber bei Schwerionen lokal begrenzt Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS kann dem Tumor angepasst werden, während er sich Vorrichtung zur Behandlung von Prostata-I 2 TERMEKS Neutronen auf der gesamten Länge der Teilchenbahn zeigt, also unerwünschterweise auch das vor dem Tumor liegende gesunde Gewebe betrifft.

Aufgrund dieses Tiefendosisverlaufs ist die Dosis im gesunden Gewebe vor dem Tumor höher als im Tumor selbst. Nach Neutronenstrahlung wurden erhöhte Nebenwirkungsraten beschrieben. Schwerionen und Protonen haben — im Gegensatz zu Neutronen — eine definierte, scharf begrenzte Reichweite, so dass Gewebe hinter dem zu bestrahlenden Tumor vollständig geschont werden kann.

Sie geben ihre Energie an die Materie zunächst nur geringfügig und erst nach fast vollständiger Abbremsung konzentriert ab sogenannter Bragg-Peak ; dies erlaubt es, durch geeignete Wahl der Ionenenergie auch vor dem Tumor gelegenes Gewebe zu schonen siehe auch Teilchenstrahlung. Protonen- und Schwerionenstrahlung ist bei Tumoren indiziert, bei denen mit der konventionellen Strahlentherapie keine zufriedenstellenden Erfolge erzielt werden.