Adenokarzinom der Prostata Gleason

Operative Behandlung der Prostata-Erkrankungen

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Ein neues quantitatives Gradierungssystem macht Pathologen untereinander vergleichbarer und erlaubt eine genauere prognostische Aussage als die herkömmliche fünfstufige Einteilung. Die meisten Betroffenen entdecken ihren Tumor allerdings nie. Um Übertherapie zu verhindern, ist eine zuverlässige Prognosebeurteilung zum Adenokarzinom der Prostata Gleason der Diagnose wichtig. Die etablierten Prognosekriterien sind:. Prinzipiell verläuft die Gradierung bei allen Tumorarten gleich.

Der Pathologe legt aufgrund seiner Erfahrung und von vorher festgelegten Kriterien fest, wie weit sich das Tumorgewebe morphologisch von seinem Ausgangsgewebe entfernt hat. Gleicht das Tumorgewebe dem Ausgangsgewebe, besteht eine geringe Entdifferenzierung und ein niedrigerer Malignitätsgrad. Hat sich das Gewebe morphologisch weit entdifferenziert und gleicht nur noch marginal oder überhaupt nicht mehr dem Ausgangsgewebe, besteht ein hoher Malignitätsgrad. Der Gleason-Score ist das weltweit etablierte Gradierungssystem beim Adenokarzinom der Prostata Gleason.

Zytologische Atypien der Tumorzellen werden komplett vernachlässigt. Stattdessen werden Form und Anordnung der Prostatadrüsen beurteilt. Die Befunde werden in fünf Muster eingeteilt. Die von Epstein und Adenokarzinom der Prostata Gleason 2 publizierte Zeichnung, die die einzelnen Gleason-Muster beschreibt, ist in Grafik 2 dargestellt.

Die Gleason-Muster 1 Adenokarzinom der Prostata Gleason 2 kommen in Karzinomen kaum vor und sollten heute nicht mehr diagnostiziert werden. Aus praktischer Sicht bildet ein Prostatakarzinom also maximal drei verschiedenen Gleason-Muster aus, Adenokarzinom der Prostata Gleason die Muster 3, 4 und 5. Bei der Gleason-Gradierung mustert der Pathologe das gesamte Tumorgewebe durch, beurteilt jede einzelne Drüsenstruktur und ordnet ihr ein Gleason-Muster zu Grafik 1.

Basierend darauf wird dann der Gleason-Score gebildet. Generell besteht der Gleason-Score aus mindestens zwei Gleason-Mustern primäres und sekundäres. Das primäre Muster ist das in einem Tumor häufigste Gleason-Muster. Die Definition des sekundären Musters unterscheidet sich bei Stanzbiopsien und anderen Präparaten. Bei der Stanzbiopsie ist das sekundäre Muster der schlimmste Gleason-Grad aber nur, wenn das schlimmste Gleason-Muster schlimmer ist als das primäre Muster.

Bei Prostatektomien und transurethralen Resektaten ist das sekundäre Muster das zweithäufigste Muster. Falls zusätzlich kleinere Anteile eines dritten noch schlimmeren Gleason-Musters vorliegen, wird in diesen Präparaten ein sogenannter tertiärer Gleason-Grad vergeben.

Die prognostische Bedeutung dieser Gruppen an Prostatektomiepräparaten ist in Grafik 4a dargestellt. Die Reproduzierbarkeit der Gleason-Scores ist allerdings erschreckend gering. Insgesamt zeigen derartige Studien, Adenokarzinom der Prostata Gleason die Gleason-Gradierung wohl nirgends mit leitliniengerechter Präzision durchführbar ist.

Dabei sollen nun folgende Umbenennungen erfolgen:. Es wird interessant sein zu verfolgen, inwieweit sich eine reine Namensänderung einer etablierten, aber schlecht reproduzierbaren Klassifikation im Alltag durchsetzt. Die Interobserver-Variabilität in der Gleason-Gradierung ist Adenokarzinom der Prostata Gleason deswegen unvermeidbar, weil sich nicht alle Prostatakarzinome in der Art und Weise, wie sie wachsen, an die Vorgaben der Gleason-Klassifikation halten.

Manche Drüsen sind nicht Adenokarzinom der Prostata Gleason Weiteres einzuordnen. Das Zusammenspiel von gut ausgebildeten Urologen und Pathologen kann die klinischen Auswirkungen dieses Problems allerdings kompensieren. In der traditionellen Einteilung des Gleason-Befundes in fünf Gruppen führen bereits kleinste Abweichungen zu einem veränderten Gleason-Score.

Tumoren mit einem Grenzbefund zwischen zwei klassischen Gleason-Scores unterscheiden sich letztlich klinisch kaum. Aufgrund der hohen klinischen Relevanz des quantitativen Gleason-Grades empfehlen wir eine analoge Zusammenfassung der Befunde in Stanzbiopsien. Ein zusammenfassender, quantitativer Gleason-Score kann bei systematischen Biopsien für einen Patienten, bei MR gesteuerten Biopsien auch für einzelne radiologisch identifizierte Tumorfoci gebildet werden.

Thorsten Schlomm. Martini-Klinik, Prostatakarzinomzentrum. Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Guido Sauter. Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Interessenkonflikt: Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt vorliegt. Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Die etablierten Prognosekriterien sind: Anzeige.