Leben nach der Entfernung der Prostata

Neues Verfahren bei Prostatavergrößerung: die Prostataembolisation

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Den Tag in der Stadt muss er peinlich genau planen - im Hinterkopf immer die Gedanken an das, was nicht passieren darf. Bis vor wenigen Monaten hätte er sich gar nicht vorstellen können, dass ihn so etwas in seinem Alter treffen könnte.

Leben nach der Entfernung der Prostata Glück kennt er mittlerweile die Bistros und Restaurants in der Stadt, in denen auch Nicht-Gäste meist gegen einen Obolus, aber unkompliziert die Toilette benutzen dürfen.

Eine Ersatz-Vorlage hat er immer dabei - falls doch ein Malheur passiert. Darüber klagt demnach selbst ein Jahr nach dem Krankenhausaufenthalt noch fast jeder sechste Erkrankte. Die Untersuchung der Kasse hatte Diskussionen darüber ausgelöst, ob bei Prostata-Krebs zu schnell operiert wird - weil es mitunter statt der OP auch die Möglichkeit der langfristigen Beobachtung gebe und die Folgewirkungen von Eingriffen so gravierend sind.

Wie der Mann aus dem anfangs geschilderten Beispiel hat auch Markus Menge Name geändert aus einem Ort im südlichen Sachsen-Anhalt mit der Krankheit einiges durchgemacht. Er bekam den Prostata-Krebs in einem Alter, das eher untypisch ist für diese Diagnose. Er, damals 43, hatte gerade mit seiner Familie ein Haus gebaut. Der Umzug mit seiner Frau und der kleinen Tochter stand kurz bevor.

Bei dem Selbstständigen lief es gut im Job. Dann, nach einer Blutuntersuchung, der Verdacht. Eine Biopsie brachte die gruselige Gewissheit: bösartig. Da geht einem vieles durch den Kopf - auch natürlich, dass man daran sterben kann", erzählt Menge heute, rund vier Jahre später.

Auch seine Frau ist damals fassungslos. Leben nach der Entfernung der Prostata Kinderwunsch kommt Leben nach der Entfernung der Prostata Sprache. Sie wollen unbedingt noch ein zweites.

Er kann zwar noch einen Orgasmus bekommen, aber keinen Samenerguss. Er rät ihm wegen seines Alters und der nicht akuten Lage zunächst zur aktiven Überwachung. Er nimmt das in Kauf - genauso wie die beängstigende Vorstellung, der Krebs könnte wachsen und ihn stärker bedrohen. Und: Seine Frau ist wieder schwanger, bringt das zweite Kind zur Welt. Etliche Einstichstellen mit positivem Ergebnis zeigen: Der Krebs ist mächtig gewachsen. Schnell wird eine OP anberaumt, der Urologe will nicht mehr warten.

Markus Menge auch nicht. Natürlich kennt er die Folgen, die so ein Eingriff haben kann: Inkontinenz, Erektionsstörungen, sexuelles Desinteresse. Doch das ist für ihn in dieser Situation zweitrangig. Die Leidensgenossen tauschen ihre Erfahrungen über eben jene Tabu-Themen aus, über die viele sonst nur mit engen Vertrauten sprechen. Denn: "Dort hat jeder erst einmal die gleichen Probleme. Einer habe seinem Arzt kurz vor der OP gesagt, er könne Leben nach der Entfernung der Prostata machen - aber nicht ihm die Erektionsfähigkeit nehmen.

Doch auch er bekam damit Probleme. Es sind viele Betroffene, die zunächst vor allem die Erektionsstörungen fürchten, die laut der Studie fast drei Viertel der Operierten länger beeinträchtigen.

Sie haben Angst, kein "ganzer" Mann mehr zu sein. Manche werden die Inkontinenz nicht mehr los. Problematisch sei, dass die Betroffenen nur eine begrenzte Zahl an Vorlagen von den Kassen erstattet bekommen.

Die Zeiten, in denen Markus Menge auf Vorlagen angewiesen war, sind vorbei. Das freut ihn, er sagt aber auch: "Entscheidend ist, dass ich lebe.