Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie

Cystoscopy (Bladder Endoscopy)

Prostata-Behandlung in der Sauna

Zystitis ist eine Entzündung der Harnblase und gehört zu den Infektionen der unteren Harnwege. Frauen leiden aufgrund der anatomischen Verhältnisse häufiger darunter. Zystitis ist eine entzündliche Erkrankung der Harnblase. Sie zählt wie die Urethritis Harnröhrenentzündung und Urozystitis gemeinsame Entzündung von Harnblase und Harnröhre zu den Infektionen der ableitenden Harnwege bzw. Als obere Harnwegsinfektion wird die Pyelonephritis bezeichnet.

Frauen sind aufgrund der unmittelbaren Nähe von Harnröhreneingang und Analregion eher prädestiniert, an einer Zystitis zu erkranken. Ursächlich werden die bakterielle und abakterielle Form unterschieden, eine Sonderform stellt die interstitielle Zystitis Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie. Daneben gibt es noch die asymptomatische Bakteriurie. Der ältere Begriff der asymptomatischen Harnwegsinfektion gilt heute als obsolet. Eine Zystitis kann als unkomplizierte, komplizierte und rezidivierende Harnwegsinfektion verlaufen.

Die Diagnose erfolgt über einen Urinstreifentest Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie Mittelstrahlurins sowie einem Urinsediment. Bei komplizierten Verläufen kommen sonographische Verfahren zum Einsatz. Die Therapie der Zystitis richtet sich nach der Ursache. Eine unkomplizierte Blasenentzündung heilt in der Regel folgenlos aus. In der Mehrzahl der Fälle erkranken Frauen an einer Zystitis. Männer sind aufgrund der anatomischen Verhältnisse wie der längeren Harnröhre und der fehlenden unmittelbaren Nähe von Anal- und Genitalregion seltener davon betroffen.

Patienten mit Diabetes mellitus haben insgesamt Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie höhere Prävalenz für eine Zystitis Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie Patienten ohne diese Stoffwechselerkrankung.

Zystitis ist einer der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch. Viele Frauen warten jedoch ab, bis die Blasenentzündung von selbst wieder vergeht. Deshalb fehlen auch verlässliche empirische Zahlen zur Krankheitshäufigkeit. Das Universitätsklinikum Münster geht davon aus, dass jede zweite Frau einmal in ihrem Leben an einer unkomplizierten Harnwegsinfektion erkrankt.

Etwa 5 Prozent der Frauen haben eine asymptomatische Bakteriurie. Die Häufigkeit unterscheidet sich Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie nach Altersgruppen. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Prävalenz von Harnwegsinfektionen. Das kann bei Frauen auf die durch Östrogenmangel bedingten Schleimhautveränderungen in der Postmenopause zurückgeführt werden. Bei Männern wird die zunehmende Häufigkeit mit dem alterungsbedingten Anstieg der Erkrankungsrate von benigner Prostatahyperplasie und damit verbundenen Prostatitiden und Obstruktionen erklärt.

Im Jahr erhielten 61 Prozent den Frauen mit Zystitis und 56 Prozent derjenigen mit Harnwegsinfektionen, die einen Arzt aufsuchten, ein Antibiotikum. Im Folgejahr erhöhte sich diese Zahl um 3 Prozent in jeder Gruppe. Kohorten- und Fallkontrollstudien ergeben, dass das Infektionsrisiko bei jungen Frauen von Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie zeitnahen Geschlechtsverkehr, dem Gebrauch von Diaphragmen und Spermiziden, von Harnwegsinfektionen in der Anamnese, einem jugendlichen Alter bei der ersten Harnwegsinfektion und Harnwegsinfektionen in der Familienanamnese abhängt.

Durchschnittlich haben Patientinnen mit einer akuten unkomplizierten Zystitis 6,1 Tage klinische Symptome. Davon sind sie 2,4 Tage nur eingeschränkt aktiv, können 1,2 Tage weder einen Unterricht besuchen noch ihrer Arbeit nachgehen und müssen 0,4 Tage im Bett bzw.

Eine Zystitis wird in der Mehrzahl der Fälle durch bakterielle Erreger verursacht. Meist gehören die Bakterien der physiologischen Darmflora an.

Dazu gehören vor allem Escherichia coli bis zu 95 ProzentProteus mirabilis, Neisserien und Klebsiellen. Als weitere bakterielle Erreger kommen Enterokokken, Staphylokokken und Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie urealyticum in Frage.

Bei Männern, vor allem bei Jüngeren, sind zuweilen Mykoplasmen und Chlamydien als für die Zystitis ursächlichen Erreger nachzuweisen. Selten werden Zystitiden auch durch Hefen vor allem Candida oder Viren verursacht. Insbesondere bei Kindern können Adenoviren der Grund für eine Zystitis sein. Zu den nichtinfektiösen Ursachen einer Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie zählen radiogene Einflüsse Strahlenzystitischemische Reize zum Beispiel Zytostatika wie Cyclophosphamid und mechanische Irritationen.

Zu den prädisponierenden Faktoren für die Entstehung einer Zystitis gehören vor allem:. Patienten mit besonderen Risikofaktoren sind prädestiniert für kompliziert verlaufende Harnwegsinfekte. Dazu zählen Schwangere, Kinder und Männer mit folgenden anatomischen und funktionellen Veränderungen:. Eine Zystitis entsteht in der Regel als aszendierende Infektion aus der Urethra. Die Erreger stammen zumeist aus dem fäkalen Reservoir.

Die pathogenen Mikroorganismen lagern sich adhäsiv auf den Urothelzellen der epithelialen Grenzmembran an. Diese Kolonisation verursacht entzündliche Prozesse, die zu einer Schädigung der Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie und der darunter liegenden Zellverbände führt.

Die Internalisierung der Erreger wird von Toxinen unterstützt, die von den Bakterien selbst gebildet werden. Bei Bakterien aus uropathogenen E. Alle Toxine haben gemeinsam, Gewebeschädigungen zu verursachen. Damit ermöglichen sie den Bakterien, Grenzbarrieren wie das Urothel zu überwinden und die zelluläre Immunantwort abzuwehren.

Durch Adhäsine bleiben die Keime eng an ihre Wirtszelle gebunden, so dass die gebildeten Toxine diese direkt schädigen können.

Diese enge Anhaftung verhindert auch, dass Bakterien mit dem Harn ausgeschieden werden. Bakterielle Flagellen begünstigen die Motilität der Erreger und ermöglichen ihnen von der Harnblase über die Harnleiter zu den Nieren aufzusteigen. Darüber hinaus sind deszendierende Infektionen möglich. Etwa 1 bis 2 Prozent aller Schwangeren leiden an einer symptomatischen bakteriellen Zystitis. Die auslösenden Erreger sowie die Empfindlichkeits- und Resistenzraten ähneln denen bei nicht-schwangeren prämenopausalen Frauen ohne sonstige relevante Begleiterkrankungen.

In der Schwangerschaft wird Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie Zystitis durch Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie anatomischen und physiologischen Veränderungen von Nieren und Harntrakt begünstigt.

Beispielsweise nehmen die Nierendurchblutung und die glomeruläre Filtrationsrate um etwa 30 bis 40 Prozent zu. Der so verdünnte Urin beinhaltet weniger infektionshemmende Substanzen.

Darüber hinaus scheint sowohl die Gefahr einer Erregeraszension durch einen verminderten urethralen Tonus als auch die mechanische Obstruktion durch den wachsenden Uterus die Zystitisrate zu fördern. Die Harnleiter erweitern sich oberhalb des kleinen Beckens rechts mehr als links und hemmen somit den Urinabfluss im Bereich der oberen Harnwege.

Individuelle Risikofaktoren, die eine symptomatische Harnwegsinfektion in der Schwangerschaft begünstigen, sind:. In der Postmenopause sinkt die Östrogenproduktion. Das ist oft mit einer vaginalen Schleimhautatrophie assoziiert. Zudem verändern sich der pH-Wert und der Gehalt an Laktobazillen. Das führt zu einer vermehrten Besiedelung der Scheide mit Enterobacteriaceae und Anaerobiern — und somit zu Harnwegsinfektionen. Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie amerikanischen epidemiologischen Studie zufolge ist bei postmenopausalen Frauen ohne Diabetes mit 6,7 Episoden einer Harnwegsinfektion pro Personenjahre zu rechnen.

Die Prävalenz der asymptomatischen Bakteriurie liegt bei Frauen über 70 Jahren zwischen 16 und 50 Prozent. Bei bis zu einem Drittel der postmenopausalen Frauen verschwindet eine asymptomatische Bakteriurie spontan.

Eine Zystitis bei jungen Männern ist häufig mit Veränderungen der Prostata als parenchymatöses Organ assoziiert. Deshalb werden Blasenentzündungen bei Männern in der Regel auch als komplizierte Harnwegsinfektionen eingestuft, insbesondere bei älteren Männern. Bei jüngeren Männern gibt es gelegentlich akute Episoden unkomplizierter Harnwegsinfektionen.

Dennoch müssen Harnwegsinfektionen bei Männern immer differenziert abgeklärt werden. Einer älteren norwegischen Studie zufolge ist von einer Rate von 6 bis 8 Harnwegsinfektionen pro Jahr pro Aktuelle holländische Registerdaten zeigen eine jährliche Inzidenz von Fällen pro Die unterschiedliche Prävalenz von Harnwegsinfektionen bei Männern im Vergleich zu Frauen ist auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen.

Dazu gehören beispielsweise:. Als Risikofaktoren werden Geschlechtsverkehr mit einer infizierten Partnerin, Analverkehr und anatomische Veränderungen Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie Präputium gewertet. Fieber tritt bei unkomplizierter Zystitis so gut wie nie auf und weist eher auf eine Beteiligung von Nieren oder Prostata hin. Eine Blasen- bzw. Harnwegsinfektion wird als unkompliziert bezeichnet, wenn im Urogenitaltrakt keine relevanten funktionellen oder anatomischen Anomalien, keine relevanten Nierenfunktionsstörungen und keine relevanten Komorbiditäten vorliegen, die die Infektion selbst oder Komplikationen begünstigen.

Vor einer rezidivierenden Harnwegsinfektion spricht man bei einer Rezidivrate ab zwei symptomatischen Episoden innerhalb von sechs Monaten oder ab drei symptomatischen Episoden innerhalb von zwölf Monaten. In Deutschland geben etwa 3 Prozent aller prämenopausalen Frauen an, an rezidivierenden Harnwegsinfektionen zu leiden. Die Inzidenz rezidivierender Harnwegsinfektionen beträgt bei jungen Frauen ohne sonstige Cystitis aufgrund benigner Prostatahyperplasie Begleiterkrankungen etwa 1 bis 5 Prozent.

In der Regel ist der Harntrakt morphologisch und funktionell unauffällig. Eine hohe Rate an Infektionsrezidiven ist nicht lebensbedrohlich. Sie kann aber den Alltag beeinträchtigen, das gilt insbesondere für körperliche Intimitäten, Sozialkontakten, Selbstwertgefühl und Arbeitsfähigkeit.

Blutuntersuchungen und bildgebende bzw. Methode der Wahl in der Urinanalytik ist die Untersuchung des Mittelstrahlurins. Unter Umständen kann dafür auch eine Blasenpunktion oder eine Einmalkatheterisierung erwogen werden — beispielsweise:. Der Urin sollte grundsätzlich vor Beginn einer antibakteriellen Therapie gewonnen werden. Für eine sachgerechte Urinanalyse wird möglichst der erste Morgenurin verwendet. Im Idealfall liegen zwischen der Gewinnung der Urinprobe und der letzten Miktion mindestens vier Stunden.

Auf Seife oder Antiseptika ist zu verzichten, da diese Substanzen die Überlebensfähigkeit und Kultivierbarkeit der Erreger beeinträchtigen. Es wird empfohlen, eine gewonnene Urinprobe unverzüglich zu bearbeiten. Ist dies nicht möglich, muss diese bis zur Auswertung kühl bei 4 bis 6 Grad Celsius lagern. Urinteststreifen gehören zu den häufigsten diagnostischen Hilfsmitteln in der Urinuntersuchung. Mit einem sogenannten Urin-Stix können beispielsweise Bakterien und Leukozyten schnell detektiert werden.

Verschiedene Faktoren können das Teststreifenergebnis verfälschen.