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Der Journalist Einblicke in vielfältiges journalistisches Schaffen. Der Autor Geschichten von Sonderlingen. Aus einem schreibintensiven Leben Sammlung journalistischer und literarischer Texte von F. Curriculum Geboren Dezember in Pratteln Kanton Baselland, Schweiz.

Sohn des Obergerichtsschreibers und späteren basellandschaftlichen Strafgerichtspräsidenten Georg Feigenwinter und der Stadtbaslerin Elisabeth Lichtenhahn. Bruder der Schriftstellerin Adelheid Duvanel-Feigenwinter. Gunild Armyros, geb. Schimmel Gunild Feigenwinter. Kindheit in Massage Prostata-Bauern und Liestal. Frühe journalistische Tätigkeit u. Mitarbeit für die schweizerische Depeschenagentur. Ab Mitwirkung am redaktionellen Aufbau des Basler Gratisanzeigers doppelstab.

Lokalreporter, Interviewer, Kolumnist. Gymnaestrada in der Baslerhalle der Schweizer Mustermesse am Ende Berufswechsel. Während 15 Jahren bis Ende Sachbearbeiter in einer Sozialversicherungsanstalt. Verschiedene Erzählungen wurden verstreut in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht, z. Dazu tranken wir Wein, erstaunliche Mengen Magdalener.

Der Abend brach herein. Erst auf dem Petersplatz, zwischen den vermummten Messebuden, beschlich mich das helle Entsetzen: wo war mein Roman?! Nun wimmelte es zwar von Papieren auf dem nächtlichen Massage Prostata-Bauern von weggeworfenen Kastanien- und Magenbrot-Tüten, Zigarettenpäcklein und Papiertaschentüchern, Trambillets und leeren Zündholzbriefchen.

Der Roman war nicht darunter. Erfolglos… Mir dämmerte: Die Porträts! Unser Malerfreund, der gutmütige Janossy aus Budapest, der so leicht in Tränen ausbrach, hatte die Porträts, die er in seinem Bescherungsrausch fortlaufend an die weinseligen Gäste verteilte, auf die Rückseiten meiner dreihundert Schreibmaschinenblätter gezeichnet! Weder Täter noch Opfer waren Zeuge dieser Orgie gewesen, ganz zu schweigen von den übrigen Betrunkenen. Als gesundheitlich angeschlagener Rentner verkrieche ich mich abends normalerweise vor dem Eindunkeln in meine Wohnung, und tagsüber meide ich grössere Menschenansammlungen.

Meine Geh- und Sehbehinderung zwingt Massage Prostata-Bauern zur Vorsicht. Aber der Jahrmarkt im Herbst fordert mich heraus — da wage ich mehr als gewöhnlich; der Rummelplatz weckt Jugenderinnerungen und Sehnsüchte. Da stehe ich nun, berauscht von einer verführerischen Stimme, die fürsorgliche Anteilnahme verströmt und das Abenteuer der Fahrt mit der Himmel-und-Hölle-Bahn warmherzig und voller Humor und Phantasie anpreist. Die Stimme kann ich geschützt in meiner Nische neben einer Würstchenbude ohnehin besser geniessen als auf der sausenden Fahrt hinauf in den Himmel und hinunter zur Hölle, eingepfercht in einer windigen Kabine.

Für meine Verhältnisse spät in der Nacht verdrücke ich mich taumelnd nach Hause. Wie ich die folgenden Stunden verbringe, die Nacht durchlebe, den nächsten Morgen überstehe? Ich schwanke zwischen Himmel und Hölle, schwelge vorerst im Glück der Erinnerung an die Stimme, doch zunehmend ergreift mich ein schmerzliches süchtiges Sehnen, bis ich am nächsten Nachmittag erneut zum Rummelplatz strebe, gierig bereit, der berauschenden Stimme zu lauschen.

Von wo aus nur spricht die Begnadete, sendet sie ihre ergötzlichen Worte in den Herbst und zu mir, streut sie ihre Rede unters Jahrmarktsvolk? Um es herauszufinden, verlasse ich meine Horch-Nische bei der Würstchenbude und schleiche nun doch ganz nah zum Kassenhäuschen, wo sich eine Schlange unternehmungsfroher Himmel-und-Hölle-Besucher gebildet hat. Durch eine Sichtscheibe starre ich ins Häuschen und sehe nur eine Frau, die Billete verkauft, keine Verzauberin.

Ich forsche weiter und eruiere über der Plattform ein weiteres Häuschen — hier drin vermute ich sie; meine Sehschwäche erlaubt keine genaue Erkundung… Dann plötzlich verstummt die Zauberstimme, und da ich immer noch unverwandt zum hohen Häuschen spähe, wähne ich zu sehen, wie dort eine nebulöse weibliche Gestalt erscheint, die, ihren Mantel zuknöpfend, aus dem Eingang tritt, die Türe schliesst und sich anschickt, auf der Leiter zur Plattform hinunter zu steigen, von wo aus sie, deutlicher erkennbar, auf einer Treppe direkt auf mich zukommt.

Ganz nah geht sie an mir vorbei, Massage Prostata-Bauern mich, den ihr Unbekannten, mit intensiv fragendem Blick, wie Massage Prostata-Bauern scheint, und mischt sich dann unters Jahrmarktspublikum, das sie mit ihrer klingenden Stimme eben noch bezirzt hat. Das ist sie, die Verzauberin — keine gewöhnliche Jahrmarktsfrau; ich sehe eine selten aparte Dame, eine menschliche Göttin, vielleicht eine ausgebildete Schauspielerin, die vom Besitzer der Himmel-und-Hölle-Bahn als Sprecherin engagiert wurde… Zutiefst bewegt bemühe ich mich, die Kostbare, die sich mir endlich zeigt, nicht aus meinen getrübten Augen zu verlieren — was schwierig ist in der Menschenmenge, durch die sie nun schreitet, quer über den Rummelplatz Richtung Einkaufsstrasse, die zum Stadtzentrum führt.

Die Abendsonne blendet mich; sie hängt tief im Westen hinter der Stadt und durchflutet mit ihren Strahlen die Einkaufsstrasse. In ihrem Feuerglanz verschwindet die Zauberin. Am nächsten Tag ist auch der Jahrmarkt verschwunden. Auf dem vom Rummel entleerten Platz stehen Lastwagen mit den zusammengeklappten Bestandteilen der Himmel-und Hölle-Bahn, bereit zur Abfahrt zum nächsten Jahrmarkt in einer mir Massage Prostata-Bauern Stadt. Der Platz hat Massage Prostata-Bauern Zauber verloren.

Das Suchtmittel wurde mir entzogen; meine Sehn-Sucht bleibt ungestillt. Felix Feigenwinter Seine Eltern hatten ihn Massage Prostata-Bauern die grüne Grenze aus dem Kriegsland Massage Prostata-Bauern, auf der Flucht vor den Mördern ihrer eigenen Eltern. In der neuen Heimat wurde der Friedenstraum mit Glockengeläut und stolz gehissten blutroten Fahnen gefeiert, auf denen schneeweisse Kreuze ohne Haken prangten; die Fahnen flatterten im wonnigen Frühlingswind.

Seine Überlebensgeschichte anvertraute er mir zwanzig Jahre danach in der unversehrten Gemütlichkeit einer Gaststube, deren Wandgemälde die Schrecken zweier Weltkriege überstanden hatten; später wichen die dunkelfarbigen Bilder aus einer versunkenen Zeit einem unverbindlich-heiteren Design. Das erste Mal bemerkte ich, wie er in der Massage Prostata-Bauern einer älteren Dame das Lokal Massage Prostata-Bauern, die für ihn, als sei er blind, die Glastür aufstiess und hielt.

Er hatte mich nicht gesehen, und ich liess die beiden ungestört; die Dame hielt ich für seine Mutter. Das zweite Mal, an einem sonnigen späten Nachmittag, sass ich draussen vor dem Restaurant. Aber mein Bekannter, der als Filmkritiker arbeitete, meinte es Massage Prostata-Bauern er hatte in der Nacht einen Bericht für eine Zeitung geschrieben und anschliessend bis in den Nachmittag hinein geschlafen; als er erwachte, glaubte er, es sei noch Morgen.

Das dritte Mal erwartete Massage Prostata-Bauern ihn an einem regnerischen, gewitterigen Spätsommermorgen in der renovierten Gaststube. Als er eintreten wollte, übersah er die Glastür, in die er stolpernd fiel, sie unabsichtlich zertrümmernd; blutüberströmt lag er nun im Scherbenhaufen. Schon abends starb er dann unerwartet — viel zu jung! Seine Gabe, am heiterhellen Tag mit offenen Augen zu träumen, hatte uns verbunden.

Seine Fähigkeit, unsichtbare Grenzen zu durchbrechen, kostete ihn das Leben. Es spreche da die Leitstelle der städtischen Verkehrsbetriebe, behauptete Massage Prostata-Bauern sonore Stimme durch die Tramlautsprecher; Massage Prostata-Bauern der Strasse zwischen Pauluskirche und Margarethenbrücke sei der Tramverkehr ab sofort wegen eines aussergewöhnlichen Vorfalls gesperrt.

Der Einsatz von Extrabussen sei nicht möglich. Es werde gebeten, die betreffende Strecke entweder zu umfahren oder zu Massage Prostata-Bauern zurückzulegen; man Massage Prostata-Bauern für die Geduld und das Verständnis. Die Meldung erweckte bei den Frühaufstehern weder Geduld noch Verständnis. Neugierige blieben stehen, spähten zur Unbekannten in der luftigen Höhe, stauten sich zu Massage Prostata-Bauern dunklen Ansammlung stummer Empörungsgenossen. Die Begierde zur Revolte wurde spürbar, blieb aber im Korsett jahrzehntelang eingeübten Disziplinierungsverhaltens eingeschnürt.

Aber Massage Prostata-Bauern Unbekannte befreite sich aus ihrer Massage Prostata-Bauern, in der sie offenbar die Nacht verbracht hatte, und begann sich Massage Prostata-Bauern Kleidung zu entledigen. Der Rock, ein schönes blaues Tuch, flatterte zu Boden, hinterher purzelten die Schuhe. Plötzlich sprang die Frau vom Metallarm und fiel, zum Entsetzen der Gaffer, in die Tiefe, nicht aufs bereitgehaltene Sprungkissen, sondern in umgekehrter Richtung, in die endlose Weite des lichtdurchfluteten Morgenhimmels, klein und kleiner werdend bis zur Unsichtbarkeit.

Wie ein entschwindender Luftballon. Und das alles auf Kosten der Steuerzahler! Eva Meier sass auf einem Bänklein des örtlichen Verkehrsvereins und blickte über eine ungemähte wogende Wiese — ein von Hitze und Massage Prostata-Bauern zerpflügtes weites Pflanzenfeld, Massage Prostata-Bauern Grün mit gelben, lila und blutroten Blüten durchsetzt war.

Auf den Gräsern, die im Wind tanzten, glänzte der Schein der hohen Sonne; der See im Hintergrund war ein glitzernder hellblauer Spiegel, an dessen Rändern Nadelbäume violette Schatten warfen. Ringsum strotzten in milden Dunst gehüllte Bergriesen; auf den höchsten Gipfeln schimmerte es Massage Prostata-Bauern. Das Bild war Eva vertraut. Jeden Sommer, in den Juliwochen, aber auch während der winterlichen Hauptsaison, tritt sie in der eleganten Bar des grossen Hotels auf, das sich wie eine feudale Festung über dem Feriendorf erhebt.

Dort greift sie in die Tasten es ist für sie Ehrensache, mit nie erlahmender Begeisterung sorgfältig, aber auch brillant und immerzu kreativ Massage Prostata-Bauern spielen, nicht einfach zu klimpern wie so viele ihrer routinierten und resignierten Berufskollegen, die als Barpianisten keinen künstlerischen Massage Prostata-Bauern mehr zu entwickeln schienenund manchmal, wenn ihr das Publikum dafür empfänglich scheint, begleitet sie ihre Klaviermusik mit leidenschaftlichem Gesang.

Eva Meier tritt Massage Prostata-Bauern Eva Schmetterling auf, ein Künstlername, der ihr im Traum zugefallen war, als sie noch nicht als Barpianistin durchs Land Massage Prostata-Bauern, sondern als Studentin Ambitionen als Konzertpianistin hatte. Während Eva nun ihre Nachmittagspause da draussen auf einem Bänklein verbrachte und das ihr vertraute Bild der Massage Prostata-Bauern in sich einsog, begann ihre musikschwangere Seele zu jauchzen und hinauszuschwirren in die leichte, reine Alpenluft; rhythmisch und melodisch flatterte Massage Prostata-Bauern über die Wiese von Blüte zu Blüte, Massage Prostata-Bauern es erstaunte sie, dass sie weit und breit der einzige Sommervogel war.

Eva setzte sich an den glänzenden Flügel und begann mit ihrem Abendprogramm. Massage Prostata-Bauern füllte sich der Raum mit verschiedenen Leuten, Hotelgästen aus aller Welt, Massage Prostata-Bauern auch einheimischen Dorfbewohnern und einigen Menschen aus den umliegenden Ferienwohnungen. Kurz Massage Prostata-Bauern erlitt dieser Greis einen Schlaganfall und musste Massage Prostata-Bauern einer Ambulanz wegtransportiert werden.

Am Abend danach erfuhr Eva vom Hotelarzt, dass der Kavalier noch in der gleichen Nacht verstorben sei. In all dem Trubel verlor sie den ersten Gast des Abends, den schmalen, bebrillten älteren Herrn mit seinem Spirituosenglas, keineswegs aus ihrem Blick. Eva erinnerte sich an einen eifrigen jungen Mann mit Künstlermähne, mit dem sie damals das Kunstmuseum ihrer Heimatstadt durchwandert hatte, wo er sie mit Massage Prostata-Bauern kunsthistorischen Erklärungen beeindruckte.

In Massage Prostata-Bauern Zeit arbeitete er an einem Text, den sie für ihn ins Reine tippte, aus Idealismus, aus Begeisterung, aus Respekt vor dem jungen Mann mit der Künstlermähne, und aus Ergriffenheit über die Bilder einer hochbegabten Malerin, einer ihr bisher unbekannten einheimischen Künstlerin, deren Werke Massage Prostata-Bauern Schällimatt, so hiess der junge Kunsthistoriker, in einer Galerie entdeckt Massage Prostata-Bauern und nun mit scharfsinnigen Ueberlegungen analysierte.

Eva war zutiefst enttäuscht und verletzt; ihre Beziehung zu Schällimatt war unrettbar zerbrochen. Der ältliche Herr, der einen Abend lang an der Bar sass und Evas Klavierspiel und Gesang zu lauschen schien, war Peter Schällimatt, Massage Prostata-Bauern war Eva mittlerweile überzeugt, obwohl das einst Charakteristische an seiner äusseren Erscheinung, die verwegene Künstlermähne, weggeschnitten war; der Mann sah nun banaler aus, fand sie; sein Kopf schien geschrumpft; aber die Gesichtszüge waren ihr vertraut.

Eva Meier?! Hier trete ich als Eva Schmetterling auf, mein Pseudonym. Schällimatt nickte. Sie hat sich das Leben genommen. Ich habe es erst kürzlich erfahren, weil man mich anfragte, Massage Prostata-Bauern ich Massage Prostata-Bauern einer Gedenkausstellung reden könne. Ich musste absagen. Massage Prostata-Bauern nächsten Tag entdeckte sie im Foyer des Hotels ein Plakat.

Mit wachsender Verblüffung las sie:. Während sie sinnierte, näherten sich ihr auf dem schmalen Spazierweg, der an der Bank vorbeiführte, Peter Schällimatt und eine Dame, wohl die Gattin des Professors, die diesem vielleicht nachgereist war, um dessen Vortrag über das nationalsozialistische Kunstverständnis beizuwohnen.

Den Vortrag besuchte sie nicht. Der Ballon war mit dunkelblauen Sternchen dekoriert. Eine dunkle Wolkendecke überzog den Himmel, aber es regnete nicht.